Felix, der Wirbelwind by Joachim Masannek

Felix, der Wirbelwind by Joachim Masannek

Author:Joachim Masannek [Masannek, Joachim]
Language: deu
Format: epub
ISBN: 9783838708478
Publisher: BASTEI LÜBBE
Published: 2012-04-06T22:00:00+00:00


Gib niemals auf!

In den nächsten Tagen hatten wir eine ganze Menge zu tun. Als Erstes beschlossen wir unseren Namen. Das wäre das Einfachste, dachten wir.,Die wilden Fußbattkerte’ wollten wir heißen, das war glasklar. Doch so hieß keine Fußballmannschaft der Welt. Die hatten alle eine Abkürzung vor oder hinter dem Namen. Die hießen FC wie Fußballclub, SV wie Sportverein, oder SPVG wie Spielvereinigung. Doch das klang alles ganz schrecklich: Bei,FC, SV oder SPVG Die Wilden Kerte’ stellten sich unsere Ohren quer, und Socke fing an zu heulen. Schließlich kam einer mit diesem „e.V." Eingetragener Verein sollte das heißen. Doch so hieß höchstens ein Minigolf- oder Kegelverein. Verflixt. Was sollten wir tun? Ohne Abkürzung ging es nicht. Da sagte Marlon urplötzlich:

„e.W."

„e.W.?", fragte Leon verblüfft.

„Ja,,Die Wilden Fußbattkerte e.W.’", grinste Marlon verschmitzt.

„Ja, das hab ich kapiert, du Klugscheißer!", blaffte Leon. „Aber hat das auch was zu bedeuten?

„Na, klar!", grinste Marlon. Er liebte es, seinen Bruder zu ärgern, besonders wenn dieser einmal wieder zu dickköpfig war, um irgendwas zu kapieren.

„Es heißt ganz schlicht und ganz einfach,erobern die Welt’."

Leon pfiff durch die Zähne und fluchte: „Verflixt.,Die Wilden Fußballkerle erobern die Welt’! Das hört sich gut an."

Doch dann runzelte er seine Stirn.

„Klingt das nicht ein bisschen bombastisch und vielleicht ein bisschen zu arrogant?"

„Na klar!", nickte Marlon. „Aber nur wenn man weiß, was es heißt, und immerhin bist selbst du nicht dahintergekommen."

Er grinste Leon frech an, und der wollte ihm schon eine verpassen, doch Marlon kam ihm zuvor.

„Verflixt! Die Abkürzung ist unser Geheimnis. Ein Geheimcode, der uns Mut machen soll. Verstehst du mich jetzt?"

„Klugscheißer!", antwortete Leon, doch dann grinste er und wir nahmen das Angebot seines Bruders einstimmig an.

Danach zog sich Marlon zurück. Mit Zeichenblock und Buntstiften verschwand er im obersten Stockwerk des Baumhauses, in Camelots Turm, um die Trikots, das Vereinswappen und die Spielerverträge für uns zu entwerfen. Von dort oben hörten wir zwei Tage nichts mehr von ihm und dort oben wäre er vor lauter Arbeit verhungert, hätte ihm Julis Mutter nicht ab und zu etwas zu essen gebracht.

Jojo, Markus, Fabi, Maxi, Joschka, Juli und Raban teilten sich auf, um einen Sponsor zu finden. In Zweiergruppen marschierten sie los und klapperten alle Autohäuser und Sport-läden ab. Sie gingen stolz, entschlossen und mit hoch erhobenen Köpfen und keiner von ihnen zweifelte an ihrem Erfolg. Sie stritten sich höchsten darüber, wie viele Sponsoren sie für uns gewinnen könnten, und ob man selbst auf der Unterhose für jemanden werben kann.

Nur Leon und ich blieben in der Versammlungshalle zurück, um die Satzung zu schreiben. Zwei Tage zermarterten wir uns die Köpfe, doch schließlich brachten wir es auf den Punkt.



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